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abdulive/docs/decisions/ADR-0004-docker.md
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ZeasyAlexandClaude Opus 5 d09e2b945a Struktur, Doku und S0-Toolchain fuer das abdulive-Toolkit
Monorepo-Geruest fuer neun Streamer-Tools plus den Ingest-Daemon, der
unter sechs davon liegt. Enthaelt:

- docs/: Ueberblick, Architektur, Twitch-Integration, Datenmodell,
  Roadmap, Setup, Hebel-Analyse und den MVP-Plan "Clip-Knopf"
- docs/projects/: je eine Spezifikation pro Tool
- docs/decisions/: vier ADRs (TS-Monorepo, SQLite, EventSub/IRC, Docker)
- docker/: Image mit ffmpeg und whisper.cpp, abhaengigkeitsfreier
  Entrypoint mit check-env, fetch-model und calibrate
- config/layout.yaml: aus einem VOD-Screenshot eingemessener
  Facecam-Ausschnitt (440x330 oben links, Chat-Overlay ab x=1270)

Noch kein Anwendungscode - Scheibe S0 aus docs/07-mvp-plan.md.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013VTGjd92LsDDWF3frd9FTB
2026-09-09 08:56:09 +02:00

3.1 KiB
Raw Blame History

ADR-0004: Betrieb in Docker

Status: akzeptiert · Datum: 2026-09-09

Kontext

Das Toolkit braucht ffmpeg, ein Whisper-Modell, Node und SQLite. Der Check der Zielmaschine ergab: kein ffmpeg, kein pnpm, Python 3.14 (für das ctranslate2 — die Basis von faster-whisper — noch keine verlässlichen Wheels liefert), keine NVIDIA-GPU. Das Toolkit soll auf Abdus Stream-PC laufen, also auf einem Rechner, dessen Umgebung sich unabhängig vom Projekt ändert.

Entscheidung

Alles läuft in Containern, orchestriert über docker-compose. Die einzige Voraussetzung auf dem Stream-PC ist Docker Desktop und OBS.

Begründung

  • Die gesamte Toolchain (Node 22, ffmpeg mit libx264/libass, whisper.cpp, das Sprachmodell) ist im Image festgeschrieben. Kein "läuft bei mir".
  • Der Python-Konflikt entfällt vollständig, weil kein Python mehr gebraucht wird (siehe ADR-0001, aktualisiert).
  • Updates sind ein docker compose pull && up -d, kein Nachinstallieren auf einem Rechner, der gerade streamt.

Konsequenzen — die vier Dinge, die man dabei falsch machen kann

1. Die SQLite-Datei gehört nicht in einen Windows-Bind-Mount. Dateisperren über die 9p/virtiofs-Brücke zwischen Windows und WSL2 sind unzuverlässig; SQLite im WAL-Modus reagiert darauf mit SQLITE_BUSY/database is locked und im schlimmsten Fall mit Korruption. Die Datenbank liegt deshalb in einem benannten Docker-Volume (abdulive-db). Backups werden per Skript aus dem Volume nach Windows kopiert, nicht durch direktes Mounten.

2. Große Mediendateien nicht über den Bind-Mount verarbeiten. Das OBS-Replay-Verzeichnis wird nur lesend gemountet. Die Rohdatei wird einmal in ein containerlokales Volume kopiert, dort verarbeitet, und nur das fertige Ergebnis wird zurück nach data/clips/ geschrieben. Direkt auf dem Bind-Mount zu encodieren kostet ein Vielfaches der Zeit.

3. OBS läuft auf dem Host, nicht im Container. Erreichbar über host.docker.internal:4455. In docker-compose.yml steht extra_hosts: ["host.docker.internal:host-gateway"], damit es auch außerhalb von Docker Desktop funktioniert.

4. Ein globaler Windows-Hotkey lässt sich aus einem Container nicht abfangen. Deshalb wird gar nicht erst versucht, einen eigenen Hotkey-Dienst zu bauen: Der Hotkey wird in OBS auf "Wiedergabepuffer speichern" gelegt. OBS meldet danach über obs-websocket das Ereignis ReplayBufferSaved mit dem Dateipfad — das ist der Trigger. Kein Agent auf dem Host, kein zusätzlicher Autostart.

Kosten, ehrlich benannt: Docker Desktop startet eine WSL2-VM, die im Leerlauf ein bis zwei GB RAM belegt und beim Encodieren CPU zieht, die dem Stream fehlt. Gegenmaßnahmen: .wslconfig mit memory=4GB und processors=4, ffmpeg mit -preset veryfast und niedriger Priorität, und Rendering standardmäßig nach Streamende (clipper.renderWhileLive: false), sofern die Kandidatenliste erst danach gebraucht wird.

GPU: Kein NVENC (keine NVIDIA-Karte), und Intel QSV ist aus WSL2 heraus nicht verlässlich erreichbar. Es bleibt bei CPU-Encoding mit libx264. Für Clips von 30–60 Sekunden ist das unkritisch.